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24. Juli 2020
Publikationen

Heft 2, 2020, von Südosteuropa ist erschienen

Südosteuopa 68 No 2 (2020)

Südosteuopa 68 No 2 (2020) enthält den thematischen Schwerpunkt Volunteering and Voluntary Associations in the Post-Yugoslav States. Gastherausgeberin ist Ana Kladnik (Ljubljana).
Tatjana Rakar und Zinka Kolarič (Ljubljana) geben einen detaillierten Überblick über die Entwicklung des zivilgesellschaftlichen Sektors und seiner sozialpolitischen Funktionen in Slowenien.
Ana Kladnik (Ljubljana) untersucht die freiwillige Feuerwehr in Slowenien in den Jahren um 1990. Aufgrund ihrer jahrhundertalten Tradition gilt die freiwillige Feuerwehr als intrinsischer Teil der slowenischen Nation, was ihr eine gute Verhandlungsposition im Zuge der Transformation eröffnete.
Ana Ljubojević (Graz) analysiert Freiwilligenarbeit von Jugendlichen in Serbien am Beispiel der „Jungen Forscher Serbiens“ zwischen 1980 und 2000 sowie persönlicher Erfahrungen Freiwilliger während der von Krieg und internationaler Isolation gekennzeichneten 1990er Jahre.
Julia Nietsch (Paris) untersucht die porösen Grenzen zwischen Freiwilligenarbeit und Politik in Kosovo während der 1990er Jahre am Beispiel der Mutter-Teresa-Gesellschaft, die nach den Massenentlassungen von Kosovo-Albanern im Gesundheitssektor mithilfe von mehr als 7000 Freiwilligen alternative Gesundheitszentren organisierte.
Zlatiborka Popov-Momčinović (Pale) analysiert Werte wie Solidarität, Gleichberechtigung und Reziprozität am Beispiel weiblicher Freiwilligenarbeit und Netzwerke in Bosnien und Herzegowina.
Anna Matthiesen (New York) zeigt, wie Arbeitsaktionen (radne akcije), wie sie im sozialistischen Jugoslawien organisiert wurden, in Serbien ein Referenzpunkt geblieben sind, beispielsweise beim Einsatz von freiwilligen Helferinnen und Helfern beim schweren Donau- und Savehochwasser 2014 sowie im Bereich von Spendenaktionen via SMS.
In der Offenen Sektion kommentiert Dubravka Stojanović (Belgrad) die Coronaviruspandemie. Sie blickt auf Antworten, die die Welt auf die Krisen des Ersten Weltkriegs, des Börsencrashs 1929 und des Zweiten Weltkriegs gefunden hat, sortiert diese in „pessimistische“ und „optimistische“ Antworten und verweist auf die jeweiligen Konsequenzen.