IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 13.30–15.00 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS); vorerst online via Zoom, Link wird mit den Einladungen verschickt!
Programm

Forschungslabor: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr (Lehrstuhl) oder 16–18 Uhr (Graduiertenschule und Leibniz-WissenschaftsCampus)
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 017)
Programm

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Leibniz

ENRI-East Project: Interplay of European, National and Regional Identities: Nations between States along the Eastern Borders of the European Union. A cross-national study of trans-boundary social and ethnic groups in Europe. 

Bearbeiterin: Barbara Dietz
Koordination: Institut für Höhere Studien Wien
Förderung: 7. Forschungsrahmenprogramm der europäischen Kommission
Zeitraum: 2008-2011
Stichworte: Identität, Staatliche Restrukturierung 

Das Projekt untersuchte drei Perspektiven der dynamischen Beziehung zwischen nationaler Identität und staatlicher Restrukturierung. Unter diesen Perspektiven wird die Reorganisation von Nationalstaaten, die zunehmende Selbstbestimmung der Staaten (Umgestaltung der Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft) und die Beobachtung von sich neu abzeichnenden Identitäten auf verschiedenen Ebenen (supranational, national und regional) verstanden. Davon ausgehend erforschte das ENRI-East Projekt wie sich im modernen Europa Identitäten und regionale Kulturen ausformen und wie sich dieser Prozess im östlichen Teil Europas entwickelte. Das Ziel war, existierende Theorien der Identitätsformation anhand der Ergebnisse der quantitativen und qualitativen soziologischen surveys zu überprüfen. Empirisch wurde diese Fragestellung anhand von zehn ethnischen Gruppen analysiert, die als Minderheiten in Staaten auf beiden Seiten der neuen östlichen Grenze der erweiterten Europäischen Union leben. Das Projekt schloss eine Fallstudie zu Deutschland ein, die sich mit der Integration und Identität von (Spät)Aussiedlern aus den osteuropäischen Nachbarstaaten sowie mit jüdischen Immigranten aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion beschäftigte.

Methodisch baute das Projekt auf einer Reihe von spezifischen quantitativen und qualitativen Befragungen auf, die von theoretischen Überlegungen zur Formierung von Identitäten abgeleitet werden. Das Projekt war interdisziplinär ausgerichtet (Soziologie, Politische Wissenschaften, Geschichte, Ökonomie) und an einer komparativen Analyse der empirischen Ergebnisse orientiert.

 

Ausgewählte Projektveröffentlichungen:

Dietz, B. (2009), Contemporary Migration Patterns of Russian Jews to Germany, in: M. Avrum Ehrlich (ed.), Encyclopedia of the Jewish Diaspora. Origins, Experience and Culture, ABC Clio: Santa Barbara California: 386-392.

Dietz, B. (2011), Immigrants from East Central Europe and post-Soviet countries in Germany. Series of project research reports. Contextual and empirical reports on ethnic minorities in Central and Eastern Europe, Research Report No. 16.

Für weitere Informationen siehe: http://www.enri-east.net/