IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

The economics of populism: Drivers and consequences

13th Joint IOS/APB/EACES Summer Academy on Central and Eastern Europe.
Dates: July 5–7, 2021
Location: Tutzing, Lake Starnberg, Germany. As the pandemic prohibits an offline meeting, the event will be organized in an online format (Zoom).
Program

Call for papers: “Nationalism from Below: Popular Responses to Nation-Building Projects in Bessarabia, Transnistria, Moldova”

Leibniz Institute for East and Southeast European Studies (IOS) (in partnership with Plural Forum for Interdisciplinary Studies, Republic of Moldova)
Dates: October 1-2, 2021
Location
: “Hybrid” - IOS Regensburg and ZOOM
Call for papers
Submission deadline: July 1, 2021.

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 15:00–16.30 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS); vorerst online via Zoom, Anmeldung.
Programm

Forschungslabor: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr (Lehrstuhl) oder 16–18 Uhr (Graduiertenschule und Leibniz-WissenschaftsCampus)
Ort: per Zoom
Programm

Ringvorlesungen CITAS: Area Studies und Raum vom Globalen Süden her neu denken

Sommersemester 2021
Zeit: donnerstags, 18:15-19:45
Ort: online via Zoom
Programm

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz
22. Juni 2021
Vorträge

Fiscal Consequences of Populist Governance

Ein Vortrag von Petar Stankov (Royal Holloway University of London and University of National and World Economy [UNWE]) im Rahmen der Seminarreihe des AB Ökonomie am IOS.
Datum: Dienstag, 22. Juni 2021
Zeit: 14.30 Uhr!
Ort: Online via Zoom, Anmeldung

The paper reviews the paths of government debt, expenditures, and other fiscal indicators under populist rule in 33 contemporary parliamentary democracies, including all of today's European Union members. There is evidence of significant differences in how populists govern in two distinct states: a populist party is a junior coalition partner, and a populist party has a ruling majority with a prime minister. In contrast with previous literature on Latin America, the evidence that populist governance undermines fiscal stance in European democracies is rather weak. However, the models discussed in the paper are only a first step towards a fully fleshed-out identification strategy on the causal effects of populist rule.


23. Juni 2021
Vorträge

Regensburg & Rijeka Lectures 2021: Vorträge von Frederik Lange (Regensburg) und Nikola Petković (Rijeka)

Als Teil der Regensburg & Rijeka Lectures 2021 – New Research in Southeast European Studies referieren Frederik Lange (Regensburg) zu „Integrative Memorialization? The WWI Battles on the Drina in the Memory Culture of the First Yugoslavia – Three War Monument Case Studies” und Nikola Petković zu „Where the Three Rivers Meet, or Dude Where’s my Danube? – Searching for the River’s Source“.
Die Vortragsreihe ist Teil einer Kooperation von University of Rijeka, Philosophical Faculty, Leibniz Institute for East and Southeast European Studies und Graduate School for East and Southeast European Studies (University of Regensburg).
Datum: 23. Juni 2021
Zeit: 16.00 Uhr
Ort: Online via Zoom, Anmeldung (Meeting-ID: 821 8023 6571, Passcode: 995016)


23. Juni 2021
Gesprächsabend

Im Gespräch mit Danijel Majić und Krsto Lazarević, den Machern des Podcasts „Ballaballa-Balkan“

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Reihe: „1991–2021: 30 Jahre nach dem Zerfall Jugoslawiens“, veranstaltet von IOS und Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Regensburg
Moderation: Gresa Morina, Edvin Pezo
Kooperationspartner: SüdOst-Fachschaft an der Universität Regensburg
Veranstaltungssprache: Deutsch
Datum: 23. Juni 2021
Zeit: 18 bis 19.30 Uhr
Ort: Online via Zoom (Meeting-ID: 815 5313 4289, Kenncode: 860963)

Obwohl sie kaum mehr eine persönliche Erinnerung an den Staat haben, sind es heute oftmals Jüngere, die Jugoslawien nachtrauern. Auch in der jungen Kulturszene in Deutschland finden sich immer wieder die Phänome „Jugosphäre“ und „Jugonostalgie“. Welche Rolle spielen heute die einst gemeinsame Region bzw. die Nachfolgestaaten Jugoslawiens für Menschen mit familiären Bezügen dorthin wie auch für die Öffentlichkeit in Deutschland? Wie diskutiert oder streitet man heute über den einstigen gemeinsamen Staat? Um Fragen wie diese geht es im Gespräch mit Danijel Majić und Krsto Lazarević. Die beiden gründeten 2016 „Neues vom Ballaballa-Balkan – der Podcast für Polemik und Palaver“, in dem sie aus einer antinationalistischen und liberalen Perspektive über das Tagesgeschehen wie auch zu diversen Hintergrundthemen Südosteuropas sprechen.


23. Juni 2021
Vorträge

Zypern: Warum misslingt die Vereinigung der geteilten Insel?

Ein Vortrag von Heinz-Jürgen Axt, Universität Duisburg-Essen, Institut für Politikwissenschaft.
Kooperationspartner: Evangelisches Bildungswerk e.V.
Datum: Mittwoch, 23. Juni 2021
Zeit: 19 Uhr
Ort: online -  den Zugangslink finden Sie hier.

Zum Vortragsinhalt:
1960 wurde Zypern, bis dahin eine britische Kronkolonie, unabhängig. Großbritannien versuchte, gemeinsam mit Griechenland und der Türkei mit einer hochdifferenzierten Verfassung die beiden Volksgruppen der griechischen und der türkischen Zyprer in einen gemeinsamen Staat zu vereinen. Gewaltenteilung und ausgeklügelte Beteiligungsrechte der beiden Volksgruppen sollten dafür Sorge tragen, dass türkische und griechische Zyprer friedlich zusammenleben können. Doch der Versuch misslang. In den 1960er Jahren eskalierten die Gewalttätigkeiten, so dass schließlich 1974 türkische Truppen auf der Insel landeten. Heute leben die beiden Volksgruppen in getrennten staatlichen Einheiten. Und obwohl die internationale Staatengemeinschaft immer wieder Versöhnungs- und Vereinigungspläne vorgelegt hat, war diesen kein Erfolg beschieden. Wer trägt dafür die Verantwortung? Diesen Fragen geht der Vortrag nach.
Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung Wir sind Zyprer – 28 Porträts von Lisa Fuhr statt. Die Ausstellung ist vom 9. Juni bis zum 9. Juli täglich zu sehen von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr im ersten und zweiten Obergeschoss des Alumneum, Am Ölberg 2, Regensburg. Weitere Infos unter www.we-are-cypriots.de.


28. Juni 2021
Diskussion

Podiumsdiskussion „Remembering Yugoslavia’s Wars: Reflections on the RECOM Network“

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Reihe: „1991–2021: 30 Jahre nach dem Zerfall Jugoslawiens“, veranstaltet von IOS und Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Regensburg.
Podiumsteilnehmer*innen: Jasna Dragović-Soso (‎Professor of International Politics and History, Goldsmiths University, London),  Jelena Subotić (Professor of Political Science, Georgia State University, Atlanta), Denisa Kostovicova (Associate Professor in Global Politics, European Institute at the London School of Economics and Political Science)
Moderation: Jacqueline Nießer
Kooperationspartner: Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien
Veranstaltungssprache: Englisch
Datum: 28. Juni 2021
Zeit: 16 bis 18.00 Uhr
Ort: Online via Zoom (Meeting-ID: 895 9289 3379, Kenncode: 392901)

REKOM setzt sich für eine offizielle Wahrheitskommission ein, die gemeinsam von den postjugoslawischen Staaten eingerichtet werden soll. Hinter dem REKOM-Netzwerk steht die Idee, die Dokumentation der Kriegsopfer nach einheitlich abgestimmten Standards zu gestalten, so dass die einzelnen Opferzahlen nicht mehr gegeneinander aufgerechnet, sondern zusammengerechnet werden. Nach einer großen Mobilisierung für diese Idee aus den Zivilgesellschaften zwischen 2006 und 2011 erhielt die Initiative auch Unterstützung aus der Politik. Dennoch ist die Umsetzung einer regionalen Wahrheitskommission bis heute nicht erfolgt. Die Podiumsdiskussion geht der Frage nach, was man aus der Geschichte von REKOM über Erinnerungskultur, Gesellschaft und Politik 30 Jahre nach Jugoslawien lernen kann.

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RECOM is a regional network of memory activists promoting an official truth commission to be established through a joint effort by the post-Yugoslav states. The idea has been to reconcile the documentation of war victims so that individual victim numbers were no longer set off against each other but added together. After a huge mobilization among memory activists between 2006 and 2011, declarative political support was triggered too. But the political realization of a regional truth commission so far has never materialized. The panel discussion explores the question: What can we learn from RECOM about memory, society and politics 30 years after Yugoslavia?


30. Juni 2021
Vorträge

The Lessons of Yugoslavia’s Dissolution

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Reihe: „1991–2021: 30 Jahre nach dem Zerfall Jugoslawiens“, veranstaltet von IOS und Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Regensburg.
Vortrag von Prof. Josip Glaurdić (Head of Institute of Political Science, Faculty of Humanities, Education and Social Sciences, Universität Luxemburg).
Moderation: Ulf Brunnbauer.
Veranstaltungssprache: Englisch
Datum: 30. Juni 2021
Zeit: 18 bis 19.30 Uhr
Ort: Online via Zoom (Meeting-ID: 814 2779 1145, Kenncode: 426547)

Der Zerfall Jugoslawiens mag bereits drei Jahrzehnte zurückliegen, Ursachen und Folgen seiner gewaltsamen Auflösung beeinflussen die Gesellschaften seiner Nachfolgestaaten dennoch bis heute stark. Gleichzeitig lassen sich aus dem Staatszerfall von 1991 Lehren ziehen zu den Wechselwirkungen von Wirtschaftskrisen, schlechter Regierungsführung, Populismus und multinationalen föderalen Strukturen. In seinem Vortrag zeichnet Josip Glaurdić Jugoslawiens komplexen Weg hin zu Auflösung und Gewalt nach und identifiziert die Nachwirkungen dieser Ereignisse aus den 1980er und 1990er Jahren, die auch in der aktuellen europäischen Realität Folgen zeitigen.

Josip Glaurdić ist außerordentlicher Professor für Politikwissenschaft und Leiter des Instituts für Politikwissenschaft an der Universität Luxemburg. Er promovierte 2009 in Politikwissenschaft an der Yale University. Von 2017 bis 2022 leitet er ein Team von Wissenschaftler*innen in einem per ERC Starting Grant finanzierten Projekt mit dem Titel „Electoral Legacies of War: Political Competition in Postwar Southeast Europe“.

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Yugoslavia fell apart thirty years ago, but the causes and consequences of its violent dissolution continue to deeply affect the societies of its successor states to this day. Yugoslavia’s breakup also gives us a number of lessons about the interaction between economic crises, poor governance, populism, and multinational federal structures. This lecture revisits Yugoslavia’s complex path into dissolution and violence and identifies the echoes of those events from the 1980s and 1990s that resonate with our current European reality.

Josip Glaurdić is an Associate Professor of Political Science and Head of the Institute of Political Science at the University of Luxembourg. He earned his PhD in political science from Yale University in 2009. In the period 2017-2022, he is leading a team of scholars on a project funded by an ERC Starting Grant, titled „Electoral Legacies of War: Political Competition in Postwar Southeast Europe“.


7. Juli 2021
Vorträge

Regensburg & Rijeka Lectures 2021: Vorträge von Danijel Kezić und Zvijezdana Vrzić

Am letzten Termin der Regensburg & Rijeka Lectures 2021 – New Research in Southeast European Studies referieren Danijel Kezić (Regensburg) zu „Construction of the Yugoslavian Railway Network 1919-1941. Experts Visions, Challenges and Reality” und Zvijezdana Vrzić (Rijeka) zu „Nation-state ideology, identity and language rights in Croatia: The case of Istro-Romanian speakers in Istria”.
Die Vortragsreihe ist Teil einer Kooperation von University of Rijeka, Philosophical Faculty, Leibniz Institute for East and Southeast European Studies und Graduate School for East and Southeast European Studies (University of Regensburg).
Datum: 7. Juli 2021
Zeit: 16.00 Uhr
Ort: Online via Zoom, Anmeldung (Meeting-ID: 836 2294 6943, Passcode: 792829)


8. Juli 2021
Gesprächsabend

„medica mondiale“ im Gespräch über Frauenrechte in Bosnien-Herzegowina und Kosovo

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Reihe: „1991–2021: 30 Jahre nach dem Zerfall Jugoslawiens“, veranstaltet von IOS und Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Regensburg.
Referentinnen: Barbara Horstmann (seit 2018 Regionalreferentin Südosteuropa) und Jovana Skrijel (seit 2020 Projektreferentin Südosteuropa bei „medica mondiale“)
Moderation: Heike Karge
Veranstaltungssprache: Deutsch
Datum: 8. Juli 2021
Zeit: 16 bis 17 Uhr
Ort: Online via Zoom (Meeting-ID: 817 7517 2182, Kenncode: 136101)

Zehntausende Frauen und Mädchen wurden während der Jugoslawienkriege in den 1990er Jahren vergewaltigt, gefoltert und sexuell ausgebeutet. Obwohl Bosnien-Herzegowina und der Kosovo begonnen haben, sich mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen, bleibt geschlechtsspezifische Gewalt ein weit verbreitetes Problem. „medica mondiale e. V.“ ist eine feministische Frauenrechtsorganisation, die ihre Arbeit 1993 mit der Gründung eines Zentrums für vom Krieg traumatisierte Frauen und Mädchen in der zentralbosnischen Stadt Zenica aufnahm. Auf Grundlage des in Bosnien entwickelten ganzheitlichen Ansatzes – gynäkologische Versorgung, psychosoziale Beratung und Rechtshilfe – weitete „medica mondiale“ in den Folgejahren ihr Engagement auf viele andere Länder aus. Barbara Horstmann und Jovana Skrijel stellen die Arbeit von „medica mondiale“ in einigen der Nachfolgestaaten Jugoslawiens vor und beantworten Fragen des Publikums.  


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